Duisburger JUSOS nehmen Ausbildungsbonus positiv zur Kenntnis

Die von der Bundesregierung beschlossene „Qualifizierungsinitiative“, die einen Ausbildungsbonus für Unternehmen vorsieht, die ihrer Ausbildungsverpflichtung nachkommen, ist aus Sicht der Duisburger JUSOS ein erster Schritt um eine weitere Entspannung auf dem Lehrstellenmarkt zu erreichen.

Der Ausbildungsbonus sieht vor, dass Unternehmen, die Altbewerberinnen und Altbewerber ausbilden einen finanziellen Zuschuss aus den Einnahmen aus der Arbeitslosenversicherung erhalten. „Insbesondere, die Menschen, die sich schon mehrfach auf eine Lehrstelle beworben haben, brauchen einen Ausblick auf eine gesicherte berufliche Perspektive“, meint Frank Franke, stellvertretender Vorsitzender der Duisburger JUSOS.

Aber nicht nur die staatlichen Institutionen müssen sich aus Sicht der JUSOS ihrer Verantwortung in diesem Bereich stellen. „Vor allem die Wirtschaft muss ihren Beitrag dazu leisten mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Es reicht eben nicht, dass Unternehmen auf die demographische Entwicklung setzen und auf eine Umkehr am Lehrstellenmarkt setzen. Schon vor 2012 muss dringend was getan werden. Es kann nicht sein, dass der Staat die Aufgaben der Unternehmen übernimmt“, so Frank Franke weiter.

Am 12.01.2008 haben die JUSOS-Duisburg auf ihrer Delegierten-konferenz ein neues Bildungspapier beschlossen. Im Abschnitt „Berufliche Bildung“ fordern die JUSOS-Duisburg unter anderem eine Ausbildungsplatzumlage, die Unternehmen zahlen müssen, die zwar ausbilden könnten, dies aber nicht wollen. Diese Ausbildungsplatzumlage soll dazu beitragen, dass sich die Chancen von Ausbildungsplatzsuchenden auf dem Lehrstellenmarkt nachhaltig verbessern. Dies würde allerdings nur gelingen, wenn die Umlage für die Unternehmen mehr Kosten würde als die volle Ausbildung eines jungen Menschen. Sollten die betreffenden Unternehmen sich trotzdem weiterhin ihrer Verantwortung entziehen, ermöglichen sie jedoch durch ihre Abgaben ausbildungswilligen und -fähigen Unternehmen die Ausbildung junger Menschen“, so Benedikt Falszewski, Vorsitzender der Duisburger JUSOS.

Mit dem Ausbildungsbonus wurde ein Anfang gemacht. „Allerdings bleibt die Umlage die konsequenteste und solidarischste Lösung, um einen Teil des Problems auf dem Lehrstellenmarkt in den Begriff zu bekommen. Daher bleibt sie ein vorrangiges politisches Ziel der JUSOS“, so Benedikt Falszewski, weiter.