Hauptschulen nicht mehr gefragt

Vor kurzem veröffentlichte die Stadt Duisburg die Anmeldezahlen von Vierklässlern an weiterführenden Schulen für das Schuljahr 2008/2009. Aus Sicht der Duisburger JUSOS zeigt sich hier wieder einmal ein deutlicher Trend: „Die Hauptschule befindet sich weiterhin auf dem absteigenden Ast, während sich die meisten Gesamtschulen vor Anmeldungen kaum retten können. Dies ist erneut ein Indiz dafür, dass die Hauptschule in ihrer jetzigen Form nicht mehr zu halten ist“, meint Jacqueline Hylas, Vorstandsmitglied der JUSOS.

Verständnislos reagieren die JUSOS aus diesem Grund auf die Äußerungen der Landesregierung und der schwarz-grün-braunen Mehrheit im Rat der Stadt Duisburg, die nach wie vor vehement am dreigliedrigen Schulsystem festhalten wollen. „Die Landesregierung und die „Regierungskoalition“ im Stadtrat verkennen hier völlig die Realitäten. Die Landesregierung hat in Form der Ganztagshauptschule vergeblich versucht, ein neues Konzept zu entwickeln, dass die Hauptschulen retten sollte und die Mehrheitsregierung in Duisburg hat mit Hilfe von Hauptschulschließungen auf Duisburger Ebene den Versuch gestartet, die viel tiefgründigen Probleme der Hauptschulen zu vertuschen. Die Anmeldezahlen in Duisburg sprechen jedoch eine andere Sprache und rufen nach gravierenden Veränderungen im bestehenden Schulsystem“, erklärt Benedikt Falszewski, Vorsitzender der Duisburger JUSOS.

Die Anmeldezahlen im Gesamtschulbereich sind nach Meinung der Duisburger JUSOS mehr als erfreulich. „Diese zeigen einmal mehr, dass Eltern über den weiteren Bildungsweg ihrer Kinder nicht schon nach der vierten Klasse entscheiden möchten und ihnen mit dem Besuch der Gesamtschule alle Optionen offen halten möchten“, so Benedikt Falszewski weiter.

Aufgrund dieser Tatsachen sprechen sich die JUSOS in diesem Zusammenhang erneut für die Einführung einer Gemeinschaftsschule von der ersten bis zur zehnten Klasse aus. „Die Gemeinschaftsschule verhindert eine frühzeitige Selektion und ermöglicht, jedem Einzelnen den bestmöglichen Schulabschluss im Rahmen seiner Fähigkeiten zu erreichen“, so Jacqueline Hylas.