Schon wieder Probleme beim Zentralabitur

Mit großem Unverständnis haben die Duisburger JUSOS die erneuten Pannen beim Zentralabitur zur Kenntnis genommen. „Die diesjährigen Abiturprüfungen sind nicht einmal zu Ende, da zeigen sich schon wieder massive Fehler in den Prüfungsaufgaben. Dies bringt Schüler und Lehrer schon wie im letzten Jahr, wo zum ersten Mal zentrale Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen stattfanden, in unmögliche Situationen“, ärgert sich Jacqueline Hylas, Vorstandsmitglied der Duisburger JUSOS.

Wie aus einem Artikel der NRZ vom 02.05.2008 hervorgeht, schlich sich unter anderem in den schriftlichen Prüfungen für die Pädagogik Leistungskurse ein gravierender sachlicher Fehler ein. Dort wurde in einer der Aufgaben dem Verb „bewusst“ die Vorsilbe „-un“ vorangestellt. Somit war die gesamte Aufgabenstellung nicht mehr richtig. „Solche Fehler müssten doch erkannt werden, wenn man die Aufgaben vorher probeweise lösen lässt“, meint Benedikt Falszewski, Vorsitzender der Duisburger JUSOS. So liegt aus Sicht der JUSOS die Vermutung nahe, dass die Aufgaben vorher gar nicht probeweise gelöst worden sind.

Aber wenn man glaubt man kann in solchen Fällen als Schulleiter oder Lehrer auf schnelle Hilfe hoffen – weit gefehlt. Nachdem der Fehler im Rahmen der Abiturprüfungen am Landfermann-Gymnasium erkannt wurde, versuchte der Schulleiter den einzig zuständigen Mann bei der Bezirksregierung Arnsberg zu erreichen. Leider sei jener an diesem Tag nicht zu erreichen gewesen. Dies ist aus Sicht der Duisburger JUSOS unbegreiflich. „Es kann nicht sein, dass die für die Aufgabenstellungen zuständige Person am Tag der Prüfung nicht zu erreichen ist. Das schlägt dem Fass den Boden aus. Man muss doch zumindest im Notfall jemanden erreichen können, der für die Aufgabenstellung verantwortlich ist“, so Hylas weiter

Neben dem aufgezeigten Beispiel hält sich hartnäckig der Vorwurf, dass die Aufgaben in vielen Fächern, insbesondere aber in den Naturwissenschaften viel zu umfangreich sind. „Dies erhärtet den Verdacht, dass man sich mit den Aufgaben vorher nicht sorgfältig genug beschäftigt hat, sonst wäre dem Schulministerium diese Tatsache mit großer Wahrscheinlichkeit aufgefallen“, so Falszewski weiter.

Für die JUSOS ist schleierhaft wie das Schulministerium diese Entwicklungen so einfach herunterspielen kann. Das Schulministerium muss aus Sicht der JUSOS endlich einmal seine Fehler eingestehen und handeln. „So wie die zentralen Abiturprüfungen bisher vollzogen wurden, können sie im Interesse aller, aber insbesondere der betroffenen Schüler und Lehrer, nicht mehr stattfinden“, fordert Falszewski.