Ministerpräsident Rüttgers verrät die Mieter

Mit Entsetzen haben die Duisburger JUSOS auf den Verkauf der Landes-Entwicklungsgesellschaft (LEG) reagiert. Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte in der vergangenen Woche den Verkauf an den amerikanischen Immobilien-Fonds Whitehall bekannt gegeben. Zurzeit leben in NRW 200.000 Mieter in LEG-Wohnungen.
Der Verkauf wird nach Meinung der JUSOS schlimme Folgen haben. Zu erwarten ist, dass die Mieten in den nächsten Jahren stark ansteigen werden und gleichzeitig die Wohnqualität massiv sinken wird.
Barrierefreiheit wird in Zukunft genauso in Frage gestellt sein wie das Angebot preisgünstiger Wohnungen für sozial-schwache Menschen. „Wieder einmal zeigt sich, dass die Globalisierungskritik von Ministerpräsident Rüttgers nur ein Lippenbekenntnis ist. Wer auf der einen Seite Raubtier-Kapitalismus verurteilt und andererseits sein Tafelsilber an amerikanische Heuschrecken verscherbelt, ist nicht glaubwürdig und macht den Bürgern etwas vor“, sagt Sarah Philipp, stellv. JUSO-Vorsitzende.