JUSOS: Jedes Kind muss lernen können

Mit Sorge haben die Duisburger JUSOS die langen Schlangen an der Schulmaterialkammer der Caritas zur Kenntnis genommen. Schon im letzten Jahr war der Andrang groß, aber dieser wurde noch einmal übertroffen. „Die Schulmaterialkammer der Caritas ist aus unserer Sicht eine sehr gute Einrichtung, die angesichts der untragbaren Situation in Duisburg beibehalten werden muss“, so Jacqueline Hylas, Finanzreferentin der JUSOS-Duisburg.

Trotzdem zeigt sich aus Sicht der JUSOS an dieser Stelle einmal mehr, dass in diesem Punkt auch von städtischer und landespolitischer Seite dringender Handlungsbedarf besteht. „Der Ansturm auf die Schulmaterialkammer ist ein weiteres untrügerisches Zeichen dafür, dass sich viele Eltern in Duisburg die teuren Schulhefte und -bücher für ihre Kinder nicht leisten können. Für dieses Problem müssen endlich geeignete Lösungen erarbeitet werden. Sowohl die CDU und die Grünen auf städtischer Ebene als auch die schwarz-gelbe Landesregierung dürfen die Augen vor dieser Tatsache nicht länger verschließen. Die falsche Prioritätensetzung von CDU und Grünen im Bereich der Sozial- und Bildungspolitik auf städtischer Ebene muss aufhören“, so Benedikt Falszewski, Vorsitzender der Duisburger JUSOS.

Die JUSOS fordern, dass Kinder deren Eltern finanziell nicht in der Lage sind, die teuren Schulhefte und Schulbücher zu bezahlen, diese kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. „Land und Kommune müssen dafür Sorge tragen, dass alle Kinder die für den Unterricht erforderlichen Materialien kostenlos erhalten. Der hierfür benötigte Betrag muss fester Bestandteil im Landes- bzw. Kommunalhaushalt werden. Diese Forderung haben die JUSOS schon im Januar in ihrem Bildungspapier verankert. Bildung darf nicht nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Jeder Schüler muss über die gleichen, für den Unterricht erforderlichen Materialien verfügen können“, meint Hylas weiter.