Kostenloses Schulmaterial für alle Schülerinnen und Schüler

Vor einigen Tagen beriet der Bundestag in erster Beratung über einen von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzesentwurf zur Förderung von Familien und haushaltsnahen Dienstleistungen (Familienleistungsgesetz). Dieser Entwurf sieht unter anderem vor, Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien bis zum Abschluss von Klasse 10, den Schulanfang zu erleichtern und sie zu Anfang jedes Schuljahres mit 100 Euro zu unterstützen, von denen Schulmaterialien angeschafft werden sollen.

Die Duisburger JUSOS begrüßen diesen Gesetzesentwurf ausdrücklich. „Für uns als JUSOS steht schon lange fest, dass Kindern und Jugendlichen, die sich die teuren Schulmaterialien nicht leisten können, diese von Bund, Land oder Kommune kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Geldmangel darf nicht dazu führen, dass man dem Schulunterricht nicht richtig folgen kann. Dies haben wir bereits in den von uns kürzlich beschlossenen Handlungskonsequenzen zum Themenbereich Armut gefordert. Mit dem Gesetz hat die Bundesregierung einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht“, erklärt Jacqueline Hylas, Finanzreferentin der Duisburger JUSOS.

Der Gesetzesentwurf geht dem SPD-Nachwuchs jedoch nicht weit genug. „Wir fordern, dass Kindern und Jugendlichen aus einkom-mensschwachen Familien, unabhängig davon welche Klasse sie besuchen, das Schulmaterial kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Insbesondere in der gymnasialen Oberstufe werden viele teure Schulbücher benötigt, die sich Eltern mit einem geringen Einkommen nur sehr schwer leisten können. Dies kann unter Um-ständen dazu führen, dass junge Leute die gymnasiale Oberstufe gar nicht besuchen können, obwohl sie es gerne täten bzw. auf-grund ihrer schulischen Leistungen dazu in der Lage wären Das Einkommen der Eltern darf unseres Erachtens nach, nicht aus-schlaggebend für den Bildungsabschluss des Kindes sein. Deshalb ist es unser erklärtes Ziel, jedem jungen Menschen die gleiche Schulausstattung mit auf den Weg zu geben, um so eine Grundla-ge zu schaffen, mit der sie oder er alle Bildungsabschlüsse errei-chen kann“, so Benedikt Falszewski, Vorsitzender der Duisburger JUSOS.