Ablehnung der World-Games 2013 war die richtige Entscheidung

In einer turbulenten Ratssitzung am 08.12.2008 beschloss der Rat nicht nur einen völlig inakzeptablen Haushaltsentwurf. Dort stimmte die Mehrheit des Rates gegen die Ausrichtung der World-Games in Duisburg im Jahre 2013. Für die JUSOS-Duisburg ist dieser Beschluss der einzig richtige. „Wenn man sich die aktuelle Debatte um den Haushalt ansieht, hätte man sich die ganze Diskussion um die World-Games auch sparen können, denn bei so einem so großen Haushaltsdefizit wie es die Stadt Duisburg aufweist, war schon im Vorhinein klar, dass man sich die Ausrichtung der World-Games nicht ein zweites Mal leisten kann. Es hätte den Verantwortlichen in unserer Stadt, aber insbesondere dem Oberbürgermeister schon vor der Bewerbung um die World-Games klar sein müssen, dass man dieses Projekt nicht noch einmal finanziell stemmen kann. Schon mit der Bewerbung um die Landesgartenschau ist der Oberbürgermeister aufgrund der Haushaltslage der Stadt Duisburg kläglich gescheitert“, so Benedikt Falszewski, Vorsitzender der Duisburger JUSOS.

Aus Sicht von Jacqueline Hylas, Finanzreferentin der Duisburger JUSOS, muss das Geld, welches trotz der katastrophalen Haushaltslage übrig bleibt, in soziale Projekte investiert werden: „Den Menschen in unserer Stadt nützen die World-Games nichts, solange sie nicht wissen, wie sie jeden Monat mit ihrem Geld auskommen sollen. Viele dieser Menschen können sich die Eintrittskarte für eine solche Veranstaltung nicht leisten. Sie interessiert vielmehr, ob die Stadt ihnen hilft, ein Leben oberhalb des Existenzminimums zu führen und ihnen für bestimmte Bereiche Unterstützung zukommen lässt. Damit ist diesen Menschen mehr geholfen, als ein Projekt nach Duisburg zu holen, dass den meisten Duisburgern nichts bringt.“

Für die JUSOS ist ganz klar, dass sich Oberbürgermeister Sauerland endlich den Realitäten in Duisburg stellen muss. „Adolf Sauerland sollte einsehen, dass es den Bürgern nicht hilft, die Stadt mit Prestigeobjekten und -projekten zu schmücken. Er und seine Partei machen Politik, die an den Menschen in Duisburg vorbeiläuft. Von einer Landesgartenschau oder den World-Games wird sich ihre soziale Lage wohl kaum verbessern. Man muss Politik für die Menschen vor Ort, in den Stadtteilen, machen “, so Falszewski weiter.