JUSOS in Essen und Duisburg: Keine Zweckentfremdung der Studiengebühren!

Irritiert nehmen die JUSOS in Essen und Duisburg zur Kenntnis, dass die Universität Duisburg-Essen offenbar plant mit Studiengebühren Liegenschaften zu erwerben. In der vergangenen Woche verschickte die Universi-tätsleitung eine Anfrage an Fachschaften, AStA und Studierendenparlament, in der der Vorschlag unterbreitet wurde, ein Gebäude an der Hammacherstraße von der Stadt Essen zu erwerben. Kern des Angebots war es, eine Nutzungsfläche für studentische Angelegenheiten zu schaffen. Die Kosten für Kauf und Sanierung belaufen sich dabei auf ca. 1 Million Euro, zusätzlich sind langfristige Kosten für Unterhalt und Bewirtschaftung zu erwarten.

Die JUSOS in Essen und Duisburg begrüßen die Initiative der Universitätsleitung ausreichend studentische Arbeitsflächen zu schaffen. „Dafür aber Studiengebühren auszugeben und Geld in Beton statt in Köpfe zu investieren, ist nicht hinnehmbar und eine Zweckentfremdung der Mittel“, so Benedikt Falszewski, Vorsitzender der JUSOS-Duisburg.

Aus Sicht der JUSOS Essen und Duisburg ist insbesondere die Bereitstellung von ausreichenden und zweckmäßigen Liegenschaften Aufgabe des Landes, das dafür entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen hat. Studiengebühren sind in-sbesondere nicht für Investitionen in Gebäude zu verwenden, weil durch solche langfristigen Mittelbindungen die gesetzlich festgeschrieben Unmittelbarkeit der Maßnahmen verletzt wird.

Sophia Krause, Vorsitzende der JUSOS-Essen, stellt in diesem Zusammenhang fest: „Wenn die Universität offensichtlich Geldmittel in siebenstelliger Höhe auf der hohen Kante hat, dann sollte sie den Gebührensatz senken und das überschüssige Geld an die Studierenden zurück zahlen.“