JUSOS Duisburg fordern: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Auch für Frauen

Am 26.03.2010 fanden zum dritten Mal in Folge Aktionen zum jährlichen „Equal-Pay-Day“ statt. An diesem Tag wurde bundesweit darauf aufmerksam gemacht, dass Frauen bei gleicher Qualifikation und gleicher Leistung in Deutschland immer noch schlechter bezahlt werden, als männliche Kollegen.
„Die SPD steht zum gesetzlichen Mindestlohn und wehrt sich vehement gegen Lohn- und Sozialdumping. Aus unserer Sicht muss dieser Grundsatz auch für Frauen gelten. Sie müssen den gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen erhalten, wenn sie derselben Arbeit nachgehen“, so Benedikt Falszewski, Vorsitzender des Duisburger SPD-Nachwuchses.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts haben Frauen in Deutschland im Jahr 2008 im Schnitt etwa 4,39 € pro Stunde weniger verdient als Männer. Das sind gut 23 % Unterschied. „In Anbetracht der Tatsache, dass der EU-Weite Durchschnitt bei 17 % liegt, zählt Deutschland unumstritten zu den Schlusslichtern. Für eine fortschrittliche und emanzipierte Gesellschaft ist das ein unhaltbarer Zustand, der schnellstmöglich geändert werden muss“, so Corinna Schütten, Mitglied im Unterbezirksvorstand der Duisburger JUSOS.
Eine der Ursachen liegt nach Meinung der Jungsozialisten unter anderem darin, dass Frauen in Deutschland, ungeachtet der Qualifikation, geringere Aufstiegschancen in Führungspositionen haben als Männer. „Der Vorstoß der Telekom, die Frauenquote im Managementbereich auf 30% festzulegen, ist in unseren Augen eine begrüßenswerte Entwicklung, die jedoch weiter voran getrieben werden muss“, meint Schütten weiter.