SPD-Nachwuchs fordert schnelle Abwahl Sauerlands

Nach der tagelangen Ungewissheit ob, wann und wie Adolf Sauerland aus dem Amt scheidet, besteht seit Montag zumindest Klarheit über die persönlichen Absichten des noch amtierenden Oberbürgermeisters in dieser Frage. So hatte Sauerland Montag in einer persönlichen schriftlichen Stellungnahme erklärt, er werde sich „einem gemäß der Gemeindeordnung für das Land NRW vorgesehenen Abwahlverfahren stellen“.

Hierzu erklärt der Vorstand des Duisburger SPD-Nachwuchses:

„Angesichts der Tatsache, dass Herr Oberbürgermeister Sauerland nicht den Anstand besitzt zurückzutreten, fordert der Vorstand der Duisburger Jungsozialisten nun alle Ratsmitglieder auf, das Verfahren zur Abwahl des Oberbürgermeisters unverzüglich einzuleiten und die benötigte 2/3 Mehrheit zur Abwahl zu gewährleisten. Jeder Tag, den Adolf Sauerland weiter im Amt bleibt, ist ein verlorener Tag für unsere Stadt. Als Chef der Verwaltung muss er genau wie der Dezernent für Sicherheit und Recht Wolfgang Rabe endlich die politische Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Dies ist mehr als überfällig.“

Die Einleitung des Verfahrens wäre in der nächsten regulären Sitzung des Stadtrates am 4. Oktober möglich. Anträge, die Abwahl auf die Tagesordnung zu setzten, wurden bereits angekündigt.

Jungsozialisten fordern Sondersitzung des Rates

„Der 4. Oktober ist aus unserer Sicht jedoch viel zu spät. Insbesondere aufgrund seiner unsäglichen Äußerungen nach den tragischen Todesfällen während der Loveparade, sollte Herr Sauerland schnellstmöglich seinen Hut nehmen. Deshalb fordern wir die Einberufung einer Sondersitzung des Rates, damit ein Abwahlverfahren zügig auf den Weg gebracht werden kann“, heißt es in der Erklärung des Duisburger JUSO-Vorstandes weiter.