SPD-Nachwuchs: Unverständnis über Gerichtsbeschluss

Mit Unverständnis reagieren die Duisburger Jungsozialisten (JUSOS) auf den am Montag gefassten Gerichtsbeschluss, nach dem der Kulturclub Djäzz auf der Börsenstraße in der Innenstadt mit sofortiger Wirkung seine Pforten um 01:00 Uhr schließen muss. Somit können die beliebten Tanz-Veranstaltungen nicht mehr stattfinden, was für den Kultladen den wirtschaftlichen Ruin bedeutet.
Das Djäzz sei keine einfache Diskothek, so Jennifer Metzlaff, Mitglied im Duisburger JUSO-Vorstand, sondern einer der wenigen Orte in der Stadt, wo sich gelebte Kunst und Kultur überhaupt entfalten können. Das Programm des Clubs biete regelmäßig Konzerte von Duisburger bis hin zu internationalen Musikern an. Zudem fänden in den Räumlichkeiten Film- und Literaturvorträge sowie wechselnde Kunstausstellungen statt. Dabei erhalte das Djäzz keinerlei öffentlichen Gelder um sein gelungenes Programm zu finanzieren. „Ich kann den Unmut vieler junger Duisburger durchaus nachvollziehen. Es ist für mich unverständlich, warum man da nicht zu einem Konsens gelangen konnte. Es muss schnell eine Lösung gefunden werden, damit dieses Stück Kultur in Duisburg nicht unwiderruflich zerstört wird. Ich fordere deshalb Ordnungsdezernent Rabe und Kulturdezernent Janssen dazu auf, sich schnell und unbürokratisch für den Erhalt des Djäzz einzusetzen“, so Benedikt Falszewski, Vorsitzender der JUSOS Duisburg.