JUSOS Duisburg entsetzt über rechte Demonstrationen am 09. November

Die rechte Partei „pro NRW“ hat für den 09. November 2013 weitere Demonstrationen in Neumühl und in Rheinhausen angekündigt. Die Jugendorganisation der SPD zeigt sich über die Wahl des Datums schockiert und ruft dazu auf, sich an den beiden Aktionen des Duisburger Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage zu beteiligen. Die erste Aktion, eine Gedenkveranstaltung, findet am 09. November um 13 Uhr statt. Unter dem Motto „Gemeinsam für ein Tolerantes Duisburg“ startet auf der Lehrerstraße 2 ein Gedenkspaziergang, der an der Fiskusstraße enden wird. Die zweite Demonstration findet von 16 bis 19 Uhr vor dem Hochhaus In den Peschen in Bergheim-Rheinhausen statt.

Am 09. November ereigneten sich mehrere historische Ereignisse in Deutschland. So versuchte Adolf Hitler am 09. November 1923 erstmals in einem Putsch die Regierungsmacht an sich zu reißen. Zudem kam es am09. November 1938 zur „Reichspogromnacht“ in der zahlreiche jüdische Einrichtungen und Synagogen zerstört wurden. Hunderte jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden an diesem Tag von den Nationalsozialisten verschleppt oder ermordet.

„Der 09. November ist für uns ein Tag des Gedenkens und der Erinnerung an die unzähligen Opfer des Nationalsozialismus. Dieser Tag darf nicht als Bühne zur Verbreitung von rechtem Gedankengut und fremdenfeindlichen Parolen missbraucht werden.“ so Marcel Keilwerth, Vorstandsmitglied der JUSOS Duisburg.

Die JUSOS Duisburg solidarisieren sich daher mit allen Gegendemonstrant

  • innen die friedlich für eine tolerante Gesellschaft einstehen: „Eine der größten Stärken Duisburgs ist die Vielfalt der Menschen die hier leben. Es ist nicht zu tolerieren, dass Rechtspopulisten immer wieder versuchen Fremdenangst und -hass schüren. Diesem wollen wir Einhalt gebieten und setzen gemeinsam ein Zeichen für Solidarität und Menschlichkeit“; so Daniel Pfitzner, Vorsitzender der JUSOS Duisburg.