Lollie Aktion der JUSOS Duisburg

Nein, es war nicht der Weihnachtsmann der Mittwoch und Donnerstag in den Flüchtlingsunterkünften vorbeikam, sondern die Jusos, die Jugendorganisation der SPD. Die Jusos nahmen sich kurz vor Weihnachten die Zeit um die Kinder mit einer Kleinigkeit zu beschenken. Besucht wurden die Flüchtlingsunterkünfte auf der Königstraße in Walsum, Emscherstraße in Hamborn, Friedenstraße in Hochfeld und anschließend die Traglufthalle an der Werthauserstraße in Rheinhausen.

"Ich überlegte, wie man den Kindern in den Duisburger Flüchtlingsunterkünften eine große Freude bereiten könnte. Die Idee mit den Riesen Lollies entstand dadurch, dass ich meiner Nichte zuvor einen solchen Lollie schenkte und sah, dass ihre Augen mindestens genau so groß wurden. Diese Freude musste auch an die Kinder in den Heimen weitergegeben werden, denn sie sind es, die eine solche Aufmerksamkeit zurzeit am meisten brauchen. Ich bin mir sicher, dass sie sich im erwachsenen Alter auch noch über dieses "Willkommensgeschenk" mit guten Gefühlen zurückerinnern werden und wir damit eine positive Erinnerung für die Kinder geschaffen haben“, so Fatma Betül Ersöz, Beisitzende der Duisburger Jusos.

„Die Ehrenamtlichen und auch die Leiter der Flüchtlingsunterkünfte vor Ort leisten gute Arbeit, aber es war uns als Jugendorganisation ein Anliegen auch für das Wohlbefinden der Flüchtlinge durch eine kleine Aufmerksamkeit, vor allem der Kinder beizutragen. Diese Menschen hatten es nicht einfach als sie ihre Heimat verlassen mussten, um vor Krieg und Verfolgung zu fliehen um in Deutschland eine neue Heimat zu finden. Wir als Teil der Gesellschaft oder auch die Politik sollten alles dafür tun, dass sich die Menschen hier wohl fühlen, auch wenn es sich dabei nur um eine kleine Aufmerksamkeit, wie einen Lutscher handelt“, so Merve Özdemir, Vorsitzende der Duisburger Jusos.

Bei den Verteilaktionen gab es stets nette Gespräche mit den Kindern und deren Eltern. Die Kinder erzählten davon wie es ihnen hier gefällt und welche Fortschritte sie in der Schule machen. „Es gab keine Berührungsängste oder Verständigungsprobleme, wir wurden sofort herzlich aufgenommen“, so Marcel Keilwerth, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Duisburg.

Dies war jedoch nicht die erste Aktion der Jusos mit Flüchtlingen. Erst kürzlich fand eine Aktion der Jungsozialisten statt, indem sie einen interkulturellen Kochabend veranstaltet haben. Denn es gibt keinen schnelleren Weg mit Menschen ins Gespräch zu kommen, als über Essen dachten sie sich. In der Küche der AWO am Ingemannshof traf man sich am Samstagnachmittag, um gemeinsam Gerichte aus der Heimat zu kochen. Nachdem man gemeinsam fünf Stunden zusammen in der Küche gekocht hat, wurde anschließend auch gemeinsam gegessen. Bevor nicht alles perfekt angerichtet war, wurde von den Damen, die mitgekocht haben nichts aus der Küche raus gelassen.

„Es ging uns einfach darum einen netten Abend mit unseren Mitmenschen zu verbringen und gemeinsam Spaß zu haben und anschließend beim Essen miteinander ins Gespräch zu kommen“, so Merve Özdemir. Unterstützung erhielten die Jusos bei ihrer Kochaktion von der AG Migration und Vielfalt und auch von einigen SPD-Landtagsabgeordneten, die in der Küche mitgeholfen haben.

Für die Jusos steht jedenfalls fest, dass dies erst Auftaktveranstaltungen waren und dass im nächsten Jahr die interkulturellen Veranstaltungen fortgeführt werden müssen, beispielsweise mit einem Musikabend.