Weltfrauentag 2018 – Unser Einsatz geht weiter!

Heute wird der Internationale Weltfrauentag gefeiert. Frauen auf der ganzen Welt machen am 8. März mit Veranstaltungen, Feiern und Demonstrationen auf noch immer nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam.

Heute wird der Internationale Weltfrauentag gefeiert. Frauen auf der ganzen Welt machen am 8. März mit Veranstaltungen, Feiern und Demonstrationen auf noch immer nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam.

 

Die deutsche Sozialdemokratie hat für die Frauenrechte seit jeher viel erreicht. Die SPD war die einzige Partei im Deutschen Kaiserreich, die die Forderung nach dem Frauenwahlrecht in ihr Programm aufgenommen hatte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde am 12. November 1918 das bis dahin geltende Wahlrecht demokratisiert, und Wahlen angekündigt, „an denen alle über 20 Jahre alten Bürger beider Geschlechter mit vollkommen gleichen Rechten teilnehmen werden“. Bei der Reichstagswahl am 19. Januar 1919 konnten Frauen zum ersten Mal in Deutschland wählen und gewählt werden. 37 Frauen zogen damals in das erste demokratisch gewählte Parlament ein, die meisten weiblichen Abgeordneten waren in den Reihen der SPD zu finden. Am 19. Februar 1919 hielt die Sozialdemokratin und Sozialreformerin Marie Juchacz die erste Parlamentsrede einer Frau in Deutschland.

 

Viele Fortschritte wurden in der Vergangenheit von uns erreicht und dennoch wartet noch sehr viel Arbeit auf uns. Eine vollständige Gleichstellung bei der Entlohnung von Erwerbsarbeit, eine Geschlechterquote in Führungspositionen von großen Konzernen und strengere Strafen bei sexuellen Belästigungen und Überprüfungen sind nur einige von vielen Themen wo Handlungsbedarf besteht. Wir sind noch lange nicht am Ende des Weges angekommen, es wartet noch eine ganze Menge Arbeit auf uns.

 

Auch in unserem eigenen Verband müssen wir nachbessern. Denn aktuell gibt es nur sehr wenige Kandidaturen von Genossinnen für den kommenden Juso-Unterbezirksvorstand. Wir möchten anlässlich des heutigen Tages ausdrücklich dazu aufrufen, dass möglichst viele Frauen auf der Jahreshauptversammlung am 24. März für den Vorstand kandidieren. Hier geht es nicht darum irgendwelche Quoten zu erfüllen damit wir uns als Jusos besser fühlen können. Wir sind der festen Überzeugung, dass es dem Verband besser geht, wenn starke und engagierte Frauen ihn führen!