Jusos Duisburg gegen die Kündigung des Grammatikoff

Herr Wortmeyer wird in einem Artikel der NRZ mit dem Worten „die Zeiten für
verstecktes Sponsoring seien endgültig vorbei“ zitiert. Darüber hinaus spricht
er von nur noch kostendeckenden Projekten der Gebag.

Dazu möchten wir Jusos Herrn Wortmeyer gerne einmal die Funktion
städtischer oder staatlicher Gesellschaften nahelegen:
Diese Gesellschaften sind selbstverständlich auch immer ein legitimes
Instrument der PolitikZum Beispiel der Wirtschafts- oder auch der
Kulturpolitik. Sie sind Mittel zum Zweck den Gestaltungsanspruch der Politik
umzusetzen. Konkret heißt das, möchten wir als Politik und Eigentümer
städtischer Gesellschaften vermehrt Start-Ups oder Kultur in der Stadt,
müssen diese Gesellschaften auch beispielsweise Mieten unter dem
Durchschnitt anbieten. Das ist dann auch ganz konkret der Auftrag des
Eigentümers.
Daher sehen wir hier auch das formulierte Dogma der Kostendeckung in
Konkurrenz zu politischen Zielen. Eine Kostendeckung ist maximal auf der
Gesamtbetriebsebene anzustreben. Herr Wortmeyer ist es natürlich
freigestellt, sein Streben der Gewinnmaximierung in der freien Wirtschaft
auszuüben.
Mit einer Gängelung des Grammatikoff bis hin zur Schließung riskiert Herr
Wortmeye zudem die weitere Verschlechterung des (jugend-)kulturellen
Angebots in der Stadt. Gerade dieses Angebot ist jetzt bereits mangelhaft und
gehört dringend ausgebaut.