Jusos Duisburg wollen bessere Beteiligung der Mitglieder

Die Mitgliederversammlung ist ein Format nach dem Geschmack der
Jusos: Jedes Mitglied darf kommen und abstimmen. Die Wahl zur oder zum
Delegierten ist nicht mehr nötig.

Im letzten Jahr wurde die MV offiziell in der Satzung verankert.
Zu Beginn gab es eine kurze Diskussion zur Tagesordnung. Nach einem Redebeitrag,
der die Verschiebung der Anträge auf den nächsten Parteitag kritisierte,
schloss der Vorsitzende trotz weiterer Wortbeiträge die Redeliste.
Die Diskussion mit dem Generalsekretär fanden wir aufschlussreich. Problematisch
sehen wir die Unverbindlichkeit der inhaltlichen Auseinandersetzung
und die Ausgestaltung der Workshops. Der zeitliche Rahmen von 40 Minuten
ist äußerst eng bemessen und lässt spannende Diskussionen kaum zu. Auch
von der Vorbereitung haben wir mehr erwartet. Ein paar Stichworte an eine
Tafel zu schreiben, reicht uns als Impuls nicht, wenn der Anspruch sein soll,
daraus Anträge zur Landes- und Bundespolitik zu entwickeln. Hier gehen wir
Jusos mit unseren Mitgliederversammlungen und offenen Diskussionen mit
gutem Beispiel voran und werden den Parteivorstand dabei unterstützen, geeignete
Formate für eine bessere Beteiligung zu entwickeln.

In Duisburg schlägt das Herz der Sozialdemokratie. Wir sind hier gewissermaßen
eine erweiterte Schonfrist gewohnt, unsere Wahlkreise waren die letzten
Jahrzehnte immer sicher. Doch das ändert sich in den kommenden Jahren und
zwingt uns, eine ernsthafte Erneuerung nicht weiter aufzuschieben und konkrete
Maßnahmen zu ergreifen, um insbesondere junge Menschen anzusprechen
und für Sozialdemokratie zu begeistern.

Wir werden zum kommenden Parteitag im Juli die Erneuerung der Duisburger
SPD auf den Prüfstand stellen und Vorschläge machen, um spätestens zur
Kommunalwahl echte Beteiligung für alle Mitglieder in einer jüngeren und
weiblicheren SPD sicherzustellen.

PDF: Pressemitteilung_SPD-MV_vom_2019-03-30

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